Psychologische Praxengemeinschaft Offenbach am Main
 
 
 
 
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Traumatherapie: EMDR


In den letzten 20 Jahren wurden verschiedene Methoden und Techniken entwickelt, um die Folgen von psychischen Traumatisierungen zu behandeln. Die psychologische Behandlung - aber auch die medikamentöse - muss sich an den individuellen Bedingungen der Betroffenen orientieren. Denn es ist therapierelevant, ob jemand versucht, seine durch ein Trauma ausgelösten Symptome z. B. durch Suchtverhalten (Alkohol, Medikamente) zu kompensieren oder ob bei einem Betroffenen die traumatischen Ängste überwiegen, oder das phobische Vermeidungsverhalten aller mit dem Trauma verbundenen Situationsfaktoren oder ob eine depressive Verarbeitung vorherrscht oder dissoziative Störungen bestehen.

Generell kann man sagen, dass fast allen therapeutischen Konzepten gemeinsam ist, dass sie mit einer Stabilisierungsphase beginnen, dann eine Phase der Traumabearbeitung bzw. der Traumakonfrontation folgt und die Integrationsphase, in der das Erlebte in den Alltag und die eigene Lebensgeschichte integriert wird, die Abschlussphase bildet.

EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing) ist eine von Dr. Francine Shapiro entwickelte psychotherapeutische Methode zur Behandlung von Traumatisierungen. Sie orientiert sich entlang eines 8-phasigen, weitgehend standardisierten Behandlungskonzeptes. Das Spezifische dieser Methode ist, dass in der Phase der Traumabearbeitung, während sich der Patient/die Patientin an das Trauma erinnert, akustische, visuelle oder taktile Sinnesreize eingesetzt werden. Dies erfolgt als bilaterale Stimulation, das heißt, dass z. B. über den Kopfhörer ein Ton abwechselnd rechts und links zu hören ist. Dadurch werden beide Gehirnhälften aktiviert, um das, was die Person in diesem Moment denkt, fühlt, erinnert usw., besser zu verarbeiten.

Detaillierte Informationen finden Sie unter: www.emdria.de und www.emdr-institut.de

Gabriele Böhmer


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